Geburtshelferkröte

Geburtshelferkröte Die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) ist vor allem wegen ihrer faszinierenden Brutpflege bekannt. So findet man den Laich nicht wie bei anderen Lurchen im Wasser schwimmend, sondern das Männchen trägt die befruchteten Laichschnüre mehrere Wochen auf seinen Hinterbeinen mit sich, bis es sie ins Wasser absetzt. Unmittelbar danach schlüpfen mehrere Dutzend kleine Kaulquappen, währenddessen das Männchen wieder an Land geht. Die Kaulquappen verbleiben oftmals bis zu einem ganzen Jahr im Gewässer, bevor sie an Land gehen und erreichen dabei eine beachtliche Größe.

Der bevorzugte Lebensraum der adulten Tiere sind wärmebegünstigte, vegetationsarme Rohbodenflächen, die durch Steine und Wurzeln gute Versteckmöglichkeiten bieten (z.B. Böschungen und Hänge mit Steinhaufen oder Mauern). Die Gewässer, die sie besiedelt, können sehr unterschiedlich sein und liegen oft nur 30 bis 50 m vom Landlebensraum entfernt. Bevorzugt werden Stillgewässer in sonniger bzw. halbschattiger Lage. In Südbaden dienen häufig Feuerlöschteiche als Fortpflanzungsgewässer.        
Im Landkreis Lörrach existieren nur noch wenige, weit voneinander isolierte, kleine Restvorkommen der Geburtshelferkröte. Der NABU hat sich zum Ziel gesetzt, diese Restbestände wieder zu vermehren und durch die Anlage neuer Laichgewässer und entsprechender Landlebensbensräume miteinander zu vernetzen

Weitere Informationen finden Sie in dem folgenden Artikel:

GOTTSCHLING, C: Erfolgreiche Artenschutmaßnahmen für die Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) im Markgräflerland

Stefan Kaiser, Vorstand NABU Lörrach