Projekt Hummeln

Hummeln - unersetzliche Bestäuber

Die Hummel gehört zu den wichtigsten heimischen Bestäubern, doch leider sind mehr als die Hälfte der Arten bereits gefährdet, bzw. ausgestorben. Zum einen werden ihre Lebensräume zerstört und andererseits findet sie immer weniger Trachtpflanzen, die ihr Nahrung bieten.

Durch ihre ruhige Art und ihr tiefes Brummen ist die Hummel in jedem Garten ein gern gesehener Gast. Ihre friedfertige Art, die vielfältigen Pelzfarben und das runde Aussehen verhalfen ihr zu dem Spitznamen Plüschbrummer. Doch ist die Hummel nicht nur hübsch und niedlich, sondern vor allem eines: wichtig. Viele unserer Pflanzen können ausschließlich durch Hummeln bestäubt werden. Hierzu zählen z.B. Tomaten, Heidelbeeren und Wicken, aber auch wichtige Futterpflanzen wie Rotklee und Luzerne.

Doch die moderne Landwirtschaft und Flurgestaltung macht es der Hummel schwer. Wo gespritzt wird, gibt es keine Hummelnester mehr, das ist nachgewiesen. Der neue natürliche Lebensraum der Hummel ist die Stadt. Jede Grünfläche, jeder Balkon kann den Brummern helfen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass diese Fläche richtig bepflanzt wird. Denn unsere einheimische Hummel kann nur mit einheimischen Pflanzen etwas anfangen. Sie benötigt Nektar und Pollen um ihr Nest und den Nachwuchs groß und kräftig werden zu lassen. Leider werden oft in Gartencentern und Märkten Exoten und blütenlose Ziergewächse angeboten, bei denen unsere Tiere kein Futter finden.

Dabei ist der hummelfreundliche Garten sehr anspruchslos, einfach und kostet wenig. Selbst auf kleinen Balkonen kann man Kräuter kultivieren. Lässt man diese blühen kommen innerhalb kürzester Zeit viele Wildbienen, um hier Nektar zu tanken. Idealerweise ist das ganze Hummeljahr über (von März bis September) genug Nahrung vorhanden. Haben Sie Interesse, Ihren Garten hummelfreundlich zu gestalten? Brauchen Sie Anregungen, mit welchen Pflanzen sie mehr Insekten helfen können? Möchten Sie gerne Hummeln in Ihrem Garten ansiedeln, z.B. mit Hilfe eines Hummelhauses? Dann nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf.

Ansprechpartner des Projektes: Sarah Adelmann