Projekt Schleiereule

Schleiereulenprojekt

Eine für Süddeutschland besonders charakteristische Eulenart ist die Schleiereule mit dem wissenschaftlichen Namen Tyto alba. Die Schleiereule ist mit 33 - 38 cm etwa so groß wie die Waldohreule. Männchen und Weibchen sind äußerlich nicht zu unterscheiden. Das Weibchen wiegt mit durchschnittlich 340 g nur wenig mehr als das Männchen (315 g). Mit ihrem herzförmigen Gesicht und den kleinen dunklen Augen ist die Schleiereule vielleicht unsere schönste Eule. Das Gefieder ist oberseits gelbbraun und unterseits weiß. Die Ohren liegen unter den Federn des Gesichtes verborgen. Aufgrund ihrer Federstruktur gleitet die Schleiereule in fast lautlosem Flug durch die Nacht. Schleiereulen jagen fast ausschließlich nach Feldmäusen. Die Schleiereule nistet bevorzugt in einzelnstehenden, exponierten Gebäuden, vor allem Scheunen und Kirchtürme haben es ihr angetan.

Beim NABU gibt es die Aktion Lebensraum Kirchturm. Wir betreuen zurzeit knapp 40 Kirchtürme im Markgräflerland, Wiesental und am Hochrhein. Da die Weibchen geräumige, möglichst dunkle und störungsfreie Brutnischen mit freiem Anflug bevorzugen, sind in den jeweiligen Kirchtürmen über die letzten Jahrzehnte Nisthilfen, in Form von Nistkästen, für die Schleiereulen angebracht worden. Unsere Arbeit besteht darin, die Nistkästen zu säubern, wenn nötig zu reparieren und die Bruten zu kontrollieren. Neben den Schleiereulenkästen gibt es in vielen Kirchen auch Brutkästen für Turmfalken.

Der Bestand der Schleiereulen zeigt auffällige Schwankungen. Je nach Menge des Nahrungsangebotes passt sie sich in ihrer Fortpflanzung den aktuellen Gegebenheiten an. In Jahren in denen es nicht genügend Feldmäuse gibt, bleibt der Brutplatz oft verwaist. Alle drei bis vier Jahre vermehren sich die Feldmäuse explosionsartig. In solchen Jahren legt die Schleiereule viele Eier und brütet bis zu dreimal im Jahr, so dass sich der Bestand wieder erholen kann. Fall Sie Lust haben uns bei dieser Arbeit zu unterstützen, nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf.

Leiter des Projektes: Armin Kreutner und Peter Wenner