Projekt Wiedehopf

Rückkehr des Wiedehopfs

Vor allem der Verlust an Lebensraum und der vermehrte Einsatz von Pestiziden haben dazu geführt, dass der Wiedehopf heute zu den stark gefährdeten Vogelarten in Deutschland gehört. Es gibt aber Hoffnung für den „Hopf“: Durch gezielte Schutzmassnahmen fühlt er sich besonders hier in Südbaden, wo er typischerweise vorkam, langsam wieder heimisch.
Er ist ein relativ großer Vogel, etwas größer als eine Amsel, mit einem langen Schnabel und einer relativ „bunten“ Färbung. Durch seine markante Federhaube auf dem Kopf, die er steil aufrichten kann, ist er unverwechselbar. Als Lebensraum dienen dem Wiedehopf offene Landschaften oder lichte Wälder mit Altholzbeständen, wo er Baumhöhlen für die Aufzucht der Jungen findet. Er ernährt sich fast ausschließlich von Großinsekten wie Maulwurfsgrillen („Werren“), sowie von grösseren Engerlingen und Raupen, die er im kurzen Gras entdeckt. Deshalb ist es wichtig, dass die Vegetation in Wiedehopf-Gebieten durch regelmäßiges Mähen oder Beweidung kurz gehalten wird.

Schutzmaßnahmen für den Wiedehopf beinhalten vor allem das Aufstellen spezieller Wiedehopf-Brutkästen und die Aufwertung des Lebensraums. Das geschieht beispielsweise durch gezieltes Mähen von Streuobstwiesen zur Brutzeit des Wiedehopfs und den Verzicht von Düngemitteln und Pestiziden, um ein ausreichendes Nahrungsangebot (Insekten!) sicherzustellen. Am Kaiserstuhl waren solche Schutzbemühungen bereits erfolgreich. Dort besteht durch jahrelanges Engagement der NABU-Gruppe Kaiserstuhl wieder eine stabile Population mit ca. 100 Brutpaaren – das ist rund ein Viertel des gesamten Wiedehopf-Bestands in Deutschland! Da dort der „Wohnraum“ langsam knapp wird, hat der NABU im Landkreis Lörrach 2011 ein Projekt gestartet um auch hier potentiellen Lebensraum für den Wiedehopf zu schaffen. Derzeit sind ca. 20 Brutkästen an geeigneten Standorten im Landkreis aufgestellt worden. Dieses Jahr kam dann die Überraschung – das erste Wiedehopf-Pärchen hat sich einen der Lörracher Brutkästen für seine Brut ausgesucht! Dieser erste Erfolg macht natürlich Mut zum Weitermachen! Für den Bau der Kästen, das Suchen geeigneter Grundstücke und den Unterhalt der aufgestellten Kästen können wir deshalb jede Unterstützung gebrauchen!
Falls Sie Interesse haben, beim Wiedehopf-Projekt mitzumachen oder sich weiter informieren möchten, können Sie sich gerne an uns wenden.

Leiter des Projektes: Rolf Dietrich