Wiedehopf (Upupa epops)

Wiedehopf Der Wiedehopf war ein häufiger und gern gesehener Bewohner unserer Region. Seine Lebensbedingungen haben sich allerdings – ähnlich dem Steinkauz – permanent verschlechtert. Neben klimatischen Faktoren machten ihm vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft zu schaffen, z.B. der Einsatz von Pestiziden, die Umwandlung von Wiesen und Weiden zu Ackerland, und anderes mehr.

Es fehlen natürliche Bruthöhlen, die er in alten Bäumen, teilweise auch schon abgestorbenen Exemplaren, gefunden hatte (Streuobstwiesen). Weitere natürliche Bruthöhlen gehen durch Gebäudesanierungen (Scheunen, Ställe) verloren.

Nisthilfen, die an geeigneten Orten aufgestellt werden, nimmt er gerne an. Hierzu liegen jahrelange positive Erfahrungen am Kaiserstuhl vor. Die anfangs dürftigen Bestände haben sich zwischenzeitlich vervielfacht, was sicherlich auch durch das vorhandene Nahrungsangebot begünstigt wurde. Als willkommene Nahrung dienen vorrangig Werren (Maulwurfsgrillen), Käfer und Engerlinge. Ersatzweise nimmt er auch Würmer, Spinnen und kleine Wirbeltiere (Eidechsen) zu sich, die er mit seinem langen, dünnen und gebogenen Schnabel in kurzer, schütterer Pflanzendecke gut erbeuten kann. Der Wiedehopf ist etwa 28 cm groß und kann seine markante Federhaube steil aufrichten.

Unser Schreiner Die Nisthilfen stelle ich aus rauem Nadelholz, das hier in der Region gewachsen ist, selbst her. Innen (Wiedehopf-Bedingung) und außen werden die Nistkästen mit einer unbedenklichen dunklen Lasur auf Leinölbasis gestrichen. Da man die Nistkästen in der Regel relativ niedrig über dem Erdboden aufstellt, nur in 0,5m bis 1,5m Höhe, werden diese meistens von anderen Tieren verschmäht, welche ebenfalls eine neue Wohnung suchen.

Wiedehopf-Nistkasten

Rolf Dietrich, Vorstand NABU Lörrach